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Teil 5

Mein Tag als
Quereinsteiger in der Pflege

Mehr als Hintern

„Glauben Sie, dass der Beruf richtig anerkannt wird?“, frage ich sie nach den Gründen, warum es immer schwieriger wird, Fachkräfte und Quereinsteiger für die Pflege zu gewinnen. „Mich ärgert es“, wird die sonst so stille und schüchterne Frau auf einmal aufbrausend. „Mich ärgert, dass alle Welt denkt, ich würde nur Hintern abputzen! Dabei mache ich so viel mehr! Ich schreibe Pflegepläne, koordiniere die Kommunikation mit den Ärzten, versorge Wunden, kümmere mich um Diabetespatienten, spritze Insulin, wirke einer sozialen Vereinsamung entgegen. Klar, putze ich auch mal einen Hintern. Aber das ist nur ein winzig kleiner Ausschnitt aus meinem Arbeitsalltag. Ich glaube, viele haben ein falsches Bild von der Pflege und ziehen deswegen den Beruf nicht in Betracht.“ Zugegebenermaßen fühle auch ich mich ertappt. Wir fahren weiter zu anderen Patienten. Ich werde mutiger und frage ganz direkt, wie wichtig für sie Nadines Besuch ist. Überall freuen sich die Menschen über ein neues Gesicht, das vielleicht anderen wie ihnen künftig das Leben lebenswerter machen würde oder sie vor einem Umzug ins Heim bewahren könnte. Ich glaube beinah Enttäuschung in ihren Augen zu erkennen, als ich erkläre, dass ich nicht in die Pflege wechsle. Doch als ich erzähle, dass ich andere dazu ermutigen möchte, in die Pflege zu gehen und deswegen eine kleine Reportage über den Beruf schreibe, fangen sie zu strahlen an und erzählen mir ihre Geschichten. Denn um bis 2030 den prognostizierten Pflegebedarf abdecken zu können, werden allein in Brandenburg über 41.500 neue Pflegekräfte benötigt. Das ist eine Verdoppelung des aktuellen Pflegepersonals!

Die Ermöglicher

Was machen also Nadine und ihre Kolleginnen und Kollegen? Sie helfen zu trauern, ermöglichen es, dass Menschen in ihrem Zuhause altern und sterben dürfen, unterstützen Ärzte, garantieren, dass Eheleute nicht nach 50 oder 60 Jahren gemeinsamen Lebens durch einen Pflegefall getrennt werden müssen, sie entlasten Angehörige, vermeiden Diabetesschocks, sorgen für Lachen und Abwechslung in einem vielleicht monoton gewordenen Alltag, bieten Hilfe, geben Rat und sind die Stütze, die es überhaupt ermöglicht, dass wir in Deutschland immer älter werden und auch älter werden können.

Was mache ich? Ich werde jedem von meinen neuen Helden in meinem Leben erzählen, das Adoptionsrecht studieren und meine Chefin vorsichtig darauf vorbereiten, dass ich mich vielleicht doch nicht für immer als Schreiberling verdingen werde.

Und Sie? Was machen Sie?

 

 


Ihr Einstieg in die Pflege:

Bewerben Sie sich auch gerne initiativ unter jobs@asb-mb.de

Oder informieren Sie sich unter: https://www.asb-mittel-brandenburg.de/karriere/stellenangebote über aktuelle Stellenangebote.

Wollen auch Sie erstmal über einen Probetag testen, ob der Pflegeberuf etwas für Sie wäre oder Sie haben noch offene Fragen? Dann rufen Sie uns gerne an unter: 03375/2578-79.

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