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Klassenbeste

Unser bester Azubi 2022

Wir sind verabredet mit Jessica Zingler. Jessica hat als Beste ihre Ausbildung 2022 beim ASB Mittel-Brandenburg abgeschlossen. Doch nicht nur das. Auch in ihrer Pflegeschule wurde sie Klassenbeste. Diese Leistung wollen wir natürlich würdigen! Neben Blumen und einer Urkunde bekommt Jessica einen feuerroten VW cheer up, den sie ein Jahr lang fahren kann. Damit pendelt sie künftig von Königs Wusterhausen nach Zeuthen in unser Wohnpflegezentrum, ihrem ehemaligen Ausbildungsbetrieb, jetzigen Arbeitsplatz und auch der Ort, an dem sich vor vier Jahren für sie alles zum Guten wendete:

Eine junge Pflegefachklraft steht stolz vor ihrem neuen Auto.
Drei Frauen lächeln stolz in die Kamera.

Jessica ist 16 Jahre alt, gerade frisch mit der Schule fertig geworden. Doch was für viele ein freudiges Ereignis ist, bereitet ihr große Sorgen. Statt einem 10. Klasse Realschulzeugnis reicht es nur zu einem Hauptschulabschluss. Schule ist ihr nichts. Der Druck war zu groß, ebenso wie die privaten Probleme. Das Bildungssystem ist für Menschen wie sie nicht ausgelegt, man rutscht zu leicht durchs Raster. Doch es muss irgendwie weiter gehen. Jessica will etwas Soziales lernen, anderen Menschen helfen. Vielleicht Erzieherin? Oder doch in die Pflege? Ein freiwilliges soziales Jahr soll die Entscheidung bringen. Jessica bewirbt sich beim ASB. Doch warum? Jessica lacht: „Wenn ich ganz ehrlich bin, sind mir Kinder zu laut. Und direkt neben meiner Schule lag das Wohnpflegezentrum des ASB. Es lag also sprichwörtlich nahe, mich dort zu bewerben.“

 

Tatsächlich klappt es und Jessica startet ihr FSJ in der Pflege. „Das hatte am Anfang wenig mit Pflege zu tun. Wir arbeiteten eher als Betreuer und gestalteten Freizeitangebote für die Bewohner. Das war schön, aber für mich nicht das Richtige. Ich wollte mehr pflegerisch tätig werden.“ Und sie bekommt ihre Chance. „Ich war abends bei einer Bewohnerin. Nachdem ich mit meinen Aufgaben fertig war, blieb mir noch Zeit. Also fragte ich sie, ob ich ihr noch Gesellschaft leisten könne. Ihre Reaktion werde ich nie vergessen. Da wusste ich, dass ich hier und jetzt genau richtig bin.“
Auch ihre Kolleginnen und Kollegen erkennen Jessicas Potenzial. Doch um die Ausbildung als Pflegefachkraft zu starten, fehlt Jessica der verpasste Realschulabschluss. Aber es gibt eine Lösung: die Ausbildung zum Altenpflegehelfer! Sie ist an nicht so strenge Zugangsvoraussetzungen geknüpft und damit auch für Jessica offen. Doch noch mehr Vorteile sprechen dafür: Bereits nach einem Jahr hält man sein Abschlusszeugnis in den Händen. Ein wichtiges erstes Zwischenziel. Hat man die Ausbildung zum Altenpflegehelfer geschafft, darf man auch die Ausbildung zur Pflegefachfrau anschließen – Hauptschulabschluss hin oder her. Für Jessica ist es die Chance, doch noch ihre Wunschausbildung zu beginnen. Dank ihrer Vorerfahrungen in der Altenpflegehelfer-Ausbildung kann Jessica die Fachkraftausbildung sogar verkürzen. Statt der drei Jahre regulären Ausbildungszeit schafft sie den Abschluss in nur zwei Jahren. Und das mit Bestleistungen!

Die Blumen stehen mittlerweile in der Vase und Jessica näselt an ihrem neuen Autoschlüssel rum. Wie hat sie das geschafft? „Ich hatte unglaublich viel Rückhalt. Von meinen Kollegen, von meiner Einrichtungsleitung. Mit jedem Problem – egal ob es die Ausbildung betraf oder das Privatleben – konnte ich mich an sie wenden. Sie sind zu meiner Familie geworden. Unsere Ausbildungskoordinatorin hat uns zudem mit viel Engagement unterstützt, auf Prüfungen und den Lernstoff vorbereitet. Anders als in der Schule früher hatte ich nie das Gefühl, dass ich alleine bin oder der Druck mich lähmt. Klar habe auch ich mich weiterentwickelt, bin gewachsen und reifer. Aber das wäre ohne das großartige Team um mich herum kaum möglich gewesen.“ Ob sie woanders arbeiten möchte, mal eine neue Einrichtung kennenlernen? „Nein, diese Familie gebe ich doch nicht wieder her!“, entgegnet Jessica entschieden. Was wünscht sich jemand wie sie für die Zukunft? Ruhe? Mal durchatmen und den Erfolg genießen? „Gerne würde ich den nächsten Schritt wagen und studieren. Mich fasziniert, was ich alles lernen konnte und gelernt habe und ich möchte dieses Wissen gerne weiter vertiefen.“ Ein Happy End – Fortsetzung nicht ausgeschlossen.


Du suchst auch noch dein Happy End im Pflegeberuf?

Unsere Ausbildungsbeauftragte Anja Schneider beantwortet dir gerne alle Fragen und schaut gemeinsam mit dir, welcher Weg am besten zu deinem beruflichen Glück führt: Telefonnummer 03375 / 25 78 – 95 oder per E-Mail unter ausbildung@asb-mb.de.

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